Impuls in besonderen Zeiten - Nr. 50

Siehe, nun mache ich etwas Neues. Schon sprießt es, merkt ihr es nicht?

Jes 43,19

Dieses Bibelwort aus dem Buch Jesaja klingt in diesen Tagen fast merkwürdig. Ja, es gibt tatsächlich viel Neues: bei den großen politischen Fragen, bei den kleinen Entscheidungen am Arbeitsplatz, in der Familie oder im Freundeskreis. Fast täglich gibt es neue Regeln, Gesetzesvorlagen, Bitten, Plädoyers oder Vorschläge…. Das merken wir schon, aber sprießt da etwas Neues?

Man kann und darf die Frage stellen, was Gott da in diesen Tagen, Wochen und Monaten so mit uns vorhat. Welche große Idee steckt dahinter? Gibt es sie überhaupt: diese „große Idee“? Und wenn ja, wie lautet diese?

Ich denke, dass diese Frage keiner mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten kann. Aber wie es uns immer wieder in der Bibel zugesagt wird, so dürfen wir auch in diesen Tagen darauf bauen, dass Gott es gut mit uns meint. Er hat eine Idee, er hat uns in der Hand, hält und stützt uns.

„Merkt ihr es nicht?“ Manchmal merken wir es vielleicht nicht, aber wenn wir uns dessen immer wieder bewusst werden, dann merken wir, dass Gott bei uns ist und unsere Geschicke immer wieder eine neue Richtung gibt.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen immer wieder das frohe Gefühl von Ostern, dass es etwas „Neues“ gibt, dass etwas „sprießt“ und das wir es „merken“ dürfen.

 

Florian Rommert,
Gemeindereferent

Florian Rommert

Pfarrei St. Franziskus